Mit einem Essensplaner ist die Frage „Was gibt es zum Abendessen?“ schon beantwortet. Plane die Mahlzeiten für eine Woche, erstelle deine Einkaufsliste nach Lebensmittelgruppen und kaufe alles in einem Durchgang ein. So wirfst du weniger weg und ernährst dich besser – ganz ohne kompliziertes System.

Warum sich Essensplanung lohnt

Die Mahlzeiten für eine Woche zu planen spart Zeit und Geld: Du kaufst mit einer Liste ein, statt jeden Abend aufs Neue zu überlegen. Außerdem musst du nach einem langen Tag nicht mehr entscheiden, was du essen möchtest [1]. Auch Lebensmittelabfälle lassen sich so reduzieren. Wenn du nur kaufst, was dein Plan vorsieht, und vorhandene Vorräte aufbrauchst, landet weniger im Müll [1].

Schritt 1: Schau dir deine Woche an

Sieh zuerst in den Kalender. Plane für stressige Abende mit Terminen, Besprechungen oder Training schnelle Gerichte ein und nutze flexiblere Abende für Mahlzeiten, deren Zubereitung etwas länger dauert. Notiere auch, wann du auswärts oder in der Schule isst, damit du diese Mahlzeiten nicht doppelt einplanst [1].

Schritt 2: Wähle einige Gerichte, die sich wiederholen lassen

Entscheide dich für zwei oder drei Grundgerichte und plane die Reste mit ein: Aus dem Brathähnchen vom Montag werden am Dienstag Wraps und am Mittwoch eine Suppe. So musst du weniger entscheiden und hast über die Woche trotzdem mehr Abwechslung [1].

Abende mit festem Motto

Gib einigen Abenden ein festes Motto, damit die Grundentscheidung bereits getroffen ist: Taco-Dienstag, Wok-Freitag oder Blechgericht-Sonntag. Dadurch wird aus der Diskussion „Was sollen wir essen?“ nur noch die Frage „Welche Tacos?“. Und die ist viel leichter zu beantworten [1].

Batch Cooking

Bereite einmal eine Grundlage zu – einen Topf Reis, ein Blech Ofengemüse oder eine größere Portion zerkleinerte Eiweißquelle – und verwende sie für drei verschiedene Mahlzeiten. Eine Stunde Vorbereitung sorgt später für drei schnellere Abendessen unter der Woche [1].

Schritt 3: Sorge für einen ausgewogenen Teller

Versuche, bei jeder Mahlzeit mindestens drei der MyPlate-Lebensmittelgruppen abzudecken. Über den ganzen Tag sollten alle fünf vorkommen: Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Eiweißquellen und Milchprodukte [1][2].

Schritt 4: Sortiere die Einkaufsliste nach Abteilungen

Übertrage die Zutaten aus deinem Speiseplan auf eine Liste, streiche alles, was du bereits zu Hause hast, und sortiere den Rest nach den Abteilungen im Geschäft. So bist du schneller mit dem Einkauf fertig [1].

Kopierbarer Wochenplan für Mahlzeiten

TagFrühstückMittagessenAbendessenSnack
MoOvernight OatsChili vom VortagBrathähnchen + GemüseApfel + Nüsse
DiJoghurt + ObstHähnchen-WrapWokgerichtHummus + Gemüse
MiToast + EiBowl mit GetreidebasisHühnersuppeKäsestick
DoOvernight OatsSuppe vom VortagLachs vom BlechBanane
FrJoghurt + ObstThunfischsalatTacosPopcorn
SaPfannkuchenSandwichSelbst gemachte PizzaBeeren
SoFrittataPizza vom VortagGroßer SalatDunkle Schokolade

Übernimm den Plan unverändert oder ersetze die Gerichte durch deine eigenen Favoriten, die regelmäßig auf den Tisch kommen. Entscheidend ist, dass du einen Plan erstellst, an den du dich auch wirklich hältst.

Einkaufsliste nach Lebensmittelgruppen

  • Obst und Gemüse – was gerade Saison hat und im Angebot ist
  • Getreideprodukte – Reis, Nudeln, Brot, Haferflocken
  • Eiweißquellen – Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, Hülsenfrüchte, Eier, Nüsse
  • Milchprodukte – Milch, Joghurt, Käse
  • Sonstiges – Öle, Gewürze, tiefgekühlte Grundzutaten

Mit einer Notiz-App wie EasyNotes hast du deinen Wochenplan und deine Einkaufsliste gemeinsam auf dem Smartphone. Beim Einkaufen kannst du die einzelnen Punkte einfach abhaken.

FAQ

Sieh dir deine Woche an, wähle zwei oder drei Gerichte aus, plane die Reste mit ein und notiere anschließend die Zutaten nach Lebensmittelgruppen [1]. Abende mit einem festen Motto wie der Taco-Dienstag machen die Auswahl fast automatisch.

Du kaufst nur, was dein Plan vorsieht, und verbrauchst, was du bereits zu Hause hast. Das spart Geld und reduziert Abfälle [1]. Beim Batch Cooking werden Reste außerdem zur nächsten Mahlzeit, statt zu verderben.

Versuche, pro Mahlzeit mindestens drei Gruppen und über den Tag verteilt alle fünf abzudecken, damit deine Ernährung ausgewogen ist [1][2]. Das Abendessen muss nicht alles enthalten, wenn Frühstück und Mittagessen die übrigen Gruppen bereits abgedeckt haben.

Nein. Eine einfache Liste oder die Tabelle oben reicht aus. Bewahre den Plan auf deinem Smartphone auf, damit du ihn immer dabeihast. Die Gewohnheit ist wichtiger als das Format.

Fazit

Essensplanung hat nichts mit aufwendiger Gourmetküche zu tun. Sie ist ein kleines System, das dir die Abende unter der Woche erleichtert. Plane einige Gerichte, ergänze Abende mit festem Motto und eine größere Kochaktion, notiere die Zutaten nach Lebensmittelgruppen und erledige den Einkauf in einem Durchgang – dein zukünftiges Ich wird dir dankbar sein.

Quellen

  1. University of Illinois Extension. „Essenszeiten meistern: Wie Essensplanung Zeit und Geld sparen kann.“ https://eat-move-save.extension.illinois.edu/blog/mastering-mealtime-how-meal-planning-can-save-time-and-money
  2. Wyoming Department of Health. „MyPlate MyWins – Tipps zur Essensplanung (auf Grundlage des USDA).“ https://health.wyo.gov/wp-content/uploads/2019/02/Nutrition-Education-Approved-List-with-Documents-Booklet-PDF.pdf